Geldanlage mit Öl

Geldanlage mit Öl: Auf den Anlagehorizont kommt es an
Angesichts des zinslosen Umfelds sind Investoren weltweit auf der Suche nach Anlagealternativen. Es wächst verstärkt der Wunsch in Anlagen zu investieren, denen reale Vermögenswerte zugrunde liegen. Aufgrund der aktuell niedrigen Preise für Erdöl fragen sich viele Anleger, ob und wie sie nach sieben enttäuschenden Jahren wieder von eventuell steigenden Preisen profitieren können.

Ölaktien als längerfristige Alternative

Alternativ können Anleger in Unternehmen investieren, die mit Öl ihr Geld verdienen. Diese Variante hat aber ebenso Vor- und Nachteile. Zunächst lässt sich feststellen, dass die Kurse von Ölunternehmen zwar von den Entwicklungen an den Rohölmärkten beeinflusst werden, aber eben nicht nur. Letztendlich handelt es sich um Aktien, mit all den damit verbundenen unternehmerischen Risiken und einem hohen Gleichlauf mit den breiten Aktienmärkten. Der Vorteil der Diversifikation mit anderen Anlageklassen ist somit wesentlich geringer ausgeprägt. Andererseits sind derzeit aufgrund der aktuell niedrigen Ölpreise viele Unternehmen attraktiv bewertet und glänzen mit hohen Dividendenrenditen. Steigende Ölpreise sollten sich nach Jahren der Kosteneinsparungen positiv auf die Gewinnentwicklung auswirken und die Aktienkurse steigen lassen. Die großen integrierten Konzerne können darüber hinaus Schwankungen beim Ölpreis durch ihr Raffinerie- und Tankstellengeschäft ausgleichen.Ein Portfolio aus breit aufgestellten Unternehmen mit solider Bilanz und guter Dividendenfähigkeit kann auf Basis die aktuellen Kurse für den langfristigen Anleger daher durchaus lukrativ sein. Wer sich nicht die Mühe der Titelauswahl machen möchte kann auf eine Reihe von entsprechenden Fonds zurückgreifen, die breit gestreut in Aktien aus dem Ölbereich investieren.

Welche Länder haben die größten Ölreserven?

Neben den Staaten, die im Ölkartell OPEC organisiert sind, sind vor allem Kanada und Russland, aber auch den USA zu nennen, wenn es um die gesicherten Ölreserven der Welt geht. Allerdings spielt die OPEC hierbei eine herausragende Rolle, denn das Ölkartell vereint nach eigenen Angaben und Schätzungen vom Marktbeobachtern ca. 80 Prozent der weltweiten Ölreserven auf sich. Innerhalb der OPEC weisen dann die Mitglieder Venezuela, Saudi-Aarbien, Irak, Iran und Kuwait die mit Abstand größten Ölreserven auf.

Schaut man in die Zukunft, so könnte die Industrienationen der Welt im Bezug auf Ölimporte bald von einigen wenigen Ländern abhängigig werden. So verfügen alleine die fünf Länder mit den größten gesicherten Ölreserven, über mehr als 60 Prozent der aktuell bekannten, globalen Ölreserven. Unabhängig vom Klimawandel ist alleine schon vor diesem Hintergrund das Bestreben der westlich geprägten Staatengemeinschaft nachvollziehbar, nach und nach einen Umstieg von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien zu erreichen. Allerdings istgerade auch den Ländern, mit den größten Ölreserven bewusst, dass man bei einem zu schnellen Umbau auf erneuerbare Energien auf dem wertvollen Rohstoff sitzen bleiben könnte, weshalb diese bestrebt sind die Ölförderung verhältnismäßig hoch und die Ölpreise recht gering zu halten.

Wichtig für die Betrschtung der gesicherten Ölreserven ist auch der Umstabnd, dass diese geologisch gesehen in sehr unterschiedlichen Formen vor.kommen Der Spitzenreiter in der nebenstehenden Tabelle, Venezuela gibt an, dass der Großteil seiner beträchtlichen Reserven in der Form von konventionellem Erdöl vorkommt. In Kanada hingegen, dem Land mit dem drittgrößten Anteil an den globalen Ölvorräten, liegen 95% des Erdöls in der Form von Ölsanden vor, deren Ausbeutung deutlich aufwändiger und teurer ist.

 

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